Betriebsausgabe

Firmenwagen absetzen: 1-%-Regel vs. Fahrtenbuch

💡E-Auto bis 70.000 EUR: nur 0,25 % monatlich

Kurzantwort

Ein Firmenwagen ist zu 100 % Betriebsvermögen, wenn die betriebliche Nutzung über 50 % liegt. Alle Kosten (Leasingrate, Versicherung, Sprit, Wartung) sind dann Betriebsausgabe. Der private Nutzungsanteil wird per 1-%-Regel oder Fahrtenbuch als geldwerter Vorteil versteuert.

Im Detail

Die 1-%-Regelung versteuert monatlich 1 % des Brutto-Listenpreises als geldwerten Vorteil für die Privatnutzung, plus 0,03 % je km Entfernung zum ersten Betriebssitz für Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte. Bei einem Fahrzeug mit 40.000 EUR Listenpreis: 400 EUR/Monat = 4.800 EUR/Jahr zusätzlich zu versteuern. Das Fahrtenbuch erfasst jeden Kilometer und teilt tatsächliche Kosten in betrieblich und privat auf — günstiger bei hohem Privatanteil. E-Autos bis 70.000 EUR Listenpreis profitieren von nur 0,25 % monatlich statt 1 %.

Voraussetzungen

  • Betriebliche Nutzung über 50 % (sonst nur Privatvermögen mit Kilometerpauschale)
  • Bei 1-%-Regel: kein Nachweis nötig, aber nachteilig bei viel Privatfahrten
  • Fahrtenbuch: lückenlose Aufzeichnung aller Fahrten (Datum, Ziel, km, Zweck)
  • GmbH: Klare Regelung im Anstellungsvertrag notwendig

Rechenbeispiel

Selbstständiger mit Tesla Model 3 (40.000 EUR Listenpreis). 1-%-Regelung: 0,25 % × 40.000 = 100 EUR/Monat = 1.200 EUR/Jahr geldwerter Vorteil. Statt 4.800 EUR bei Verbrenner — Ersparnis durch E-Auto: 3.600 EUR/Jahr weniger zu versteuern.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein Elektroauto steuerlich als Firmenwagen?

Ja, deutlich. Bei einem E-Auto bis 70.000 EUR Listenpreis beträgt die monatliche Versteuerung nur 0,25 % statt 1 % — also viermal weniger. Bei gleichem Fahrzeugwert von 40.000 EUR: 100 EUR statt 400 EUR monatlich zu versteuern.

Was ist besser: Fahrtenbuch oder 1-%-Regel?

Das Fahrtenbuch lohnt sich, wenn du den Wagen hauptsächlich betrieblich nutzt (über 70 %) und wenig private Fahrten machst. Bei viel Privatnutzung (über 50 %) ist die 1-%-Regel meist günstiger, weil du nicht alles nachweisen musst.

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